Tag: 2012

Einsatzübung in Hard

Übungsannahme: Aus dem „Haus Oskar“ Wohnheim der Lebenshilfe in der Wallstraße, sind mehrere Personen nach einem Spaziergang nicht mehr zurück gekehrt.

Die Mantrailhündin Etna wird direkt beim Wohnheim auf die Suche angesetzt. Die Zahnbürste eines der vermissten Opfer dient dabei zur Aufnahme des Individualgeruchs. Vom Wohnheim führt die Spur (ca. 600 m) über Wiesen und Straßen direkt zum Wald bei der Tennishalle. Hier kann das erste Opfer, in einer Gruppe stehend, identifiziert werden.

Danach kommen 6 Flächensuchhunde und 4 Helfer zum Einsatz. Verschiedene Waldgebiete zwischen Tennishalle und ehemaligem Kieswerk Kalb und Bonetti werden dabei abgesucht. In diesen Gebieten können drei weitere Personen – auf einem Baum in drei Meter Höhe, zwischen den Steinblöcken am Wasserfall und auf einem Jägerhochstand – von den Hunden gefunden werden. Eine weitere Person wird im Schilf, vis-a-vis vom Bauhof, unverletzt aufgefunden.

Von einer jungen Frau mit Rucksack fehlt noch jede Spur, bis bei einem Grillplatz beim Industriehafen ein Rucksack gefunden wird. Da der Rucksack mit großer Wahrscheinlichkeit der als zuletzt vermissten Frau gehört, wird nochmals ein Mantrailer angesetzt. Von einem Halstuch im Rucksack wird wieder vom Hund der Individualgeruch des Opfers abgenommen. Hund Gino führt uns dann zu einer Landzunge beim Feuerwehrboot, wo der Geruch am Wasser endet. Mittels Boot setzen wir zur nahen Landzunge vom Auhafen über, wo der Hund jedoch keinen Geruch wahrnehmen kann. Nach der Überfahrt zum Grünen Damm kann Gino schnell wieder die Fährte aufnehmen und identifiziert eine gehende, junge Frau durch eindeutiges Anspringen.

Im Anschluss fahren alle Beteiligten mit dem Boot zum Grünen Damm und machen einen gemeinsamen Spaziergang zurück zum Ausgansort beim Schützenheim. Im GH Sternen in Hard wird der Tag noch einmal resümiert und wir beenden diese erfolgreiche Suchübung bei einem feinen Abendessen.

Ein Dank gilt den beteiligten vom Wohnheim der Lebenshilfe, der Gemeinde und allen Mitwirkenden.

Obmann, Jürgen Egger

Mantrailing Seminar mit Jörg Weiß – 2012

Bereits zum vierten Mal konnte das ÖRV Rettungshunde-Ausbildungszentrum-Vorarlberg, den renommierten Instruktor für Mantrailing, Polizeihauptkommissar Jörg Weiß, für einen zweitägigen Trainings-Workshop begrüßen.

Den Teilnehmern des Workshops wurde an diesen beiden Tagen aufgezeigt, welchen Einfluss die Umgebung, die Wind- und Witterungsverhältnisse und die unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten auf die Sucharbeit des Rettungshundes einwirken.

Obwohl die Trainingsgebiete in der Örflaschlucht, im Bereich „Am Garnmarkt“ und im Dorfzentrum Götzis sowie im Bereich des Fitnessparcours Rheinauen und Kieswerk Kopf räumlich nicht kilometerweit getrennt liegen, sind die Suchvoraussetzungen für eine Hundenase doch enorm unterschiedlich. Die Hundeführer waren gefordert aber dennoch begeistert, was ihre vierbeinigen Partner zu leisten im Stande sind. Hauptkommissar Weiß zeigte auch ganz klar auf, woran gearbeitet werden muss, um im Ernstfall möglichst rasch, vor allem aber erfolgreich nach vermissten Personen zu suchen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Anrainern deren Wiesen und Gärten wir queren durften, den Gemeinden Götzis und Altach, dem Betrieb Kies & Beton Kopf sowie den Tauchern des Tauchclubs Sharkpoint und der Wasserrettung Götzis für ihre Unterstützung.

Das Organisationsteam:

Margot mit Daisy, Jürgen, Instructor Jörg Weiß und Doris.

Presse:

Zur Veranstaltung gab es auch noch zwei Berichte:

VOL.at: Spürnasen probten für den Ernstfall

VN – Vorarlberger Nachrichten: Vierbeiner im Einsatz als Lebensretter

Suchübung bei sibirischer Kälte

Samstagmorgen 9 Uhr, das Thermometer steht bei Minus 15 Grad.

Eine junge, hübsche Frau Mitte zwanzig sitzt in einem kleinen Häuschen eines Spielplatzes und ließt gespannt ein Buch. Mucksmäuschen still ist es oberhalb von Götzis. Was macht diese junge Frau hier wohl?

Ganz einfach, sie wartet bis sie von dem vor Spaß geladenen Labradorrüden Gino gefunden wird. Denn Gino hat soeben rund 800 Meter von ihr entfernt die Aufgabe erhalten, sie zu suchen. Gino steckt seine Schnüffelnase in eine Tüte, in der sich die Armbanduhr unseres Opfers befindet. Bereits am Tag zuvor hat sich unser scheinbar verschwundenes Opfer auf den Weg gemacht, um quer durch einen Wald ein Spur zulegen und sitzt jetzt, warm eingepackt, so unscheinbar auf jenem besagten Spielplatz am Ortsrand von Götzis. Viele Seiten kann sie nicht lesen, denn Gino ist voller Tatendrang die Vermisste zu suchen und findet nach rund 15-Minütiger Suche zielsicher unsere Helferin.

Auch eine weitere Suche mitten im Ortskern über Hügel, Felder und Straßen verläuft positiv. Das Training bereitet allen sichtlichen Spaß. Keiner jammert, dass es zu kalt ist, denn unsere Hunde arbeiten mit Freude und Spaß sehr zielstrebig. Auch Hundeführer und Helfer sind wettertechnisch gut eingekleidet. Den auch schon gehörten Satz: “Bei Minusgraden finden Hunde keine Spur“ können wir somit bravourös widerlegen. Unsere Hunde haben nicht anders gearbeitet, als bei anderen Suchaktionen – denn (!) ihre Vorfahren wären sonst wohl schon vor Jahren ausgestorben.

Suchaktion - Jürgen mit Cuba

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